BSI hat Maggi Foodfinder bewusst nicht als klassische Rezeptplattform oder Content-Angebot konzipiert. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass Menschen nicht an der Zubereitung scheitern, sondern an der Vorentscheidung. Die Frage „Was essen wir?“ ist kein kreatives Problem, sondern ein kognitives.
Foodfinder wurde deshalb als algorithmisch geführter Geschmacks- und Entscheidungsraum entwickelt. Grundlage war eine Analyse realer Essenssituationen im Alltag: Wer entscheidet? Wann? Unter welchem Zeitdruck? Mit welchen Routinen, Abneigungen und Erwartungen?
Auf dieser Basis entwickelte BSI ein System, das nicht einzelne Präferenzen abfragt, sondern eine Geschmacks-DNA modelliert. Geschmack, Routinen, familiäre Kontexte, Wochentagslogiken und gewünschte Abwechslung werden als zusammenhängendes Entscheidungsprofil verstanden – nicht als lose Parameter.
Der Speiseplan entsteht dadurch nicht zufällig oder rein inspirationsgetrieben, sondern entlang einer stabilen Logik:
Wochentage werden unterschiedlich interpretiert. Vertraute Gerichte stabilisieren den Alltag. Neue Rezepte werden gezielt und dosiert integriert. Abwechslung entsteht kontrolliert – nicht überfordernd.
Der entscheidende Perspektivwechsel dabei:
Foodfinder ist kein Inspirationsangebot.
Es ist ein Entlastungssystem.
Der Algorithmus ersetzt nicht den Geschmack der Nutzer. Er übernimmt die Entscheidungsarchitektur. Er führt durch die Woche, statt täglich neue Fragen zu erzeugen. Essen wird planbar, ohne monoton zu werden.