BSI hat Mobile Paparazzi nicht als Promotion, sondern als Verhaltenssystem konzipiert. Ausgangspunkt war die Analyse alltäglicher Konsummuster: Wann greifen Menschen zu Softdrinks? Was motiviert Wiederkauf? Und warum verpuffen klassische Loyalty-Programme trotz hoher Incentives?
Die zentrale Erkenntnis:
Kundenbindung entsteht nicht durch Punkte.
Sie entsteht durch aktive Beteiligung.
BSI entwickelte ein codebasiertes, mobiles Interaktionssystem, das den Moment des Produkterwerbs verlängert. Konsumenten wurden eingeladen, Codes auf Verpackungen zu scannen oder einzugeben – nicht als Pflicht, sondern als spielerische Handlung mit unmittelbarer Rückmeldung. Kleine Gewinne, Sammelmechaniken und exklusive Vorteile erzeugten ein Gefühl von Fortschritt statt Rabattlogik.
Entscheidend war die Architektur:
Das System war leicht, schnell und unaufdringlich. Keine Registrierungshürden, keine komplexen Regeln, keine Belehrung. Die mobile Nutzung wurde zum natürlichen Anschluss an den Konsum – fast beiläufig, aber wiederholbar.
Parallel entwickelte BSI ein datengetriebenes Steuerungsmodell. Incentives wurden nicht pauschal ausgespielt, sondern dynamisch angepasst: nach Nutzungshäufigkeit, Region, Produktvariante und Aktionsphase. Das Programm lernte mit – und steuerte Loyalität dort, wo Wechselrisiken am höchsten waren.
Mobile Paparazzi war damit kein Kampagnen-Tool, sondern ein laufendes Loyalitätsökosystem, das Offline-Kauf, Mobile-Interaktion und digitale Auswertung miteinander verband.